Eine „Stimmstörung“ (lat. Dysphonie) kann funktionelle (Laryngitis, übermäßiger oder falscher Stimmgebrauch etc. ) oder organische Ursachen (Erkrankungen des Kehlkopfes, Stimmlippenpolypen, – knötchen, Stimmlippenlähmungen, nach Schilddrüsenoperationen etc.) haben und in jedem Alter auftreten.
 

Symptome der Stimmstörung

  • Veränderung des Stimmklangs
  • Veränderung der stimmlichen Leistungsfähigkeit
  • Anhaltende Heiserkeit
  • Stimmlosigkeit (Aphonie)
  • Sprechanstrengung
  • Räusperzwang und Husten
  • Globusgefühl und Missempfinden im Kehlkopf- und Halsbereich
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    Folgen bei Nichtbehandlung der Stimmstörung

    • eingeschränkte Kommunikationsfähigkeit
    • berufliche Schwierigkeiten bis hin zur Berufsunfähigkeit bei Sprechberufen
    • Ausbildung sekundär organischer Veränderung wie Stimmlippenknötchen oder –polypen bei falschem Stimmgebrauch
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      Therapie der Stimmstörung

      Stimmtherapie

      Stimmtherapie

      Die Stimmtherapie besteht aus mehreren „Bausteinen“. Unsere Stimme ist ein Produkt vieler verschiedener Faktoren wie beispielsweise Atmung, Haltung, Körpertonus (Spannung) und Stimmlippenschwingung. Alle diese Komponenten müssen in Einklang (in Balance) miteinander sein, um einen physiologischen Stimmklang zu erhalten.

      • Wahrnehmung
        „Erst wenn ich es wahrnehme, kann ich es verändern“
        Um einen optimalen Stimmklang zu erarbeiten, wird vorab an der Wahrnehmung der Atmung (Atemort, Atemrhythmus, Atemphasen), der Körperhaltung und des Stimmklangs gearbeitet. Sobald „alte Muster“ wahrgenommen werden, können diese durch die in der Therapie erlernte physiologische Atmung, Haltung und Stimmgebung individuell ersetzt werden.
      • Haltung
        Bewusstmachung und Erarbeitung der physiologischen Körperhaltung vor dem Spiegel.
        Etablierung der erlernten aufrechten Haltung in stimmtherapeutische Übungen.
      • Atmung
        Bewusstmachung und Anbahnung der physiologischen Atmung
        Anbahnung und Einhaltung des dreiteiligen Atemrhythmus
        Koppelung der physiologischen Atmung mit der Stimme
      • Sprechen
        Bewusstmachung und Anbahnung der mittleren SprechstimmlageErlernen/Aufrechterhalten eines angemessenen Sprechtempos, Sprechrhythmus und Intonation
      • Artikulation
        „Die schönste Stimme kommt erst dann zum Ausdruck, wenn die Artikulation deutlich ist“
        Präzise Artikulation und lockere, weite Kieferöffnung werden erarbeitet, um beim Sprechen verständlich zu sein.
      • Stimme
        Stimmtherapeutische Übungen für einen lockeren und suffizienten Stimmlippenschluss
        Erarbeitung einer angemessenen Lautstärke, Tonhöhe und Modulation

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      Von der Stimmimitation bis hin zur Anatomie des Kehlkopfs, der Stimmgebung, des falschen Stimmgebrauchs (bei 30:26 Min.) und den Inhalten der logopädischen Therapie (bei 38:40 Min.) hat WDR in seiner Sendung „Heiser? Nein danke.“ die Stimme von unterschiedlichen Blickwinkel beleuchtet…

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